Circular Innovation Ecosystem Session 2022


Nachhaltig Wirtschaften: Upcycling und Nebenströme nutzen

 

Die bessere Nutzung von Nebenströmen aus Produktionsprozessen birgt ein erhebliches ökologisches und wirtschaftliches Potential. Die Strategien der Kreislaufwirtschaft können dazu dienen, die Nebenströme aufzuwerten, die Umweltauswirkungen zu verringern und neue Angebote zu entwickeln.

 

Die von Innosuisse unterstützte Reihe der Circular Innovation Ecosystem Sessions widmet sich einzelnen Schlüsselbereichen für die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Ihr Ziel ist es, Akteure aus Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft zusammenzubringen, um sich gegenseitig zu inspirieren und gemeinsam Lösungen für die praktische Umsetzung der Kreislaufwirtschaft zu finden.

 
Für die diesjährige Ausgabe sind wir bei der Bühler AG zu Gast. Der Anlass findet somit im inspirierenden Umfeld eines weltweit führenden Unternehmens statt, das es sich zum Ziel gemacht hat, zu einer besseren Verwertung von Nebenströmen beizutragen.


 

Die Teilnehmenden kommen in den Genuss sorgfältig ausgewählter Inputs von Experten aus der Wissenschaft und lernen Best-Practice-Beispiele erfolgreicher Unternehmen kennen. Ausserdem werden sie Gelegenheit haben, an Workshops zu angewandten Fragestellungen teilzunehmen, die für ihr Fachgebiet relevant sind. Nicht zuletzt soll der Anlass dazu dienen, die Teilnehmenden untereinander zu vernetzen und neue Kooperationen zu initiieren.

 

Keine Anmeldung mehr möglich, da bereits ausgebucht.

 

Programm

08:30 - 09:00

Empfang, Kaffee und Gipfeli  
09:00 - 09:15 Begrüssung

Heidi Schmidt, sanu durabilitas

Daniel Ziegerer, sanu durabilitas

Christian Häuselmann, SHIFT Switzerland

Noëmi Kaufmann, Bühler AG

09:15 - 09:45 Wissenschaftliche Inputs  
  Hotspots und Potenziale der Nebenstromverwertung in der Schweizer Lebensmittelbranche

Claudio Beretta, Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Nachhaltigkeit und Food Waste-Vermeidung im Ernährungssystem ZHAW, Präsident foodwaste.ch

  Von der Theorie bis zur Marktumsetzung im Agro-Food-Sektor Peter Braun, CEO, Swiss Food Research
09:45 - 10:15 Unternehmensperspektive: Erfahrungen und Herausforderungen aus der Praxis  
  Hürden und sinnvolle Kooperationen bei der Entwicklung eines zirkulären Textilproduktes
Annette van Es, Co-Owner Fibre2fashion.consulting
  Nebenprodukte einer Brauerei in genussvolle Lebensmittel verwandeln
Carsten Petry, CEO, Circular Food Solutions
10:15 - 10:45 Pause  
10:45 - 11:30 Unternehmensperspektive: Erfahrungen und Herausforderungen aus der Praxis  
  Einen Nebenstrom aus der Kakaoproduktion nutzen und ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Mehrwert schaffen Andrea Werdin, Marketing Director, Koa
  Side-stream valorization as part of Givaudan's sustainability strategy Giles Halotel, Global Head Procurement Innovation, Givaudan
11:30 - 11:45

Engagement Bühler Group

 
 

Für eine Verbesserung der Ressourceneffizienz in den Wertschöpfungsketten unserer Kunden

Béatrice Conde-Petit, Food Safety Officer, Bühler AG
11:45 - 12:30 Speed Networking  
12:30 - 13:45 Mittagessen  
13:45 - 14:00 Überleitung zu den praktischen Herausforderungen  
14:00 - 14:45 Ateliers zu angewandten Fragestellungen des Upcyclings und der Nutzung von Nebenströmen

 

14:45 - 15:15 Elevator pitch: Vorstellen der Resultate der Ateliers  
15:15 - 16:00

Panel-Diskussion

 
 

 

Wie können bestehende Hürden für Upcycling und Nutzen von Nebenströmen überwunden werden?

Daniel Schilliger, Leiter Nachhaltigkeit, Migros Industrie AG
Rico Travella, Co-Leiter Logistik & Dienste, Mitglied der Geschäftsleitung, Alternative Bank Schweiz 

Sophie Grimm, Development Manager Sustainable Materials, FLAWA Consumer GmbH

16:00 - 16:15 Abschluss  
ab 16:15 Farewell Apéro  

organisiert von

in Zusammenarbeit mit


Hosting-Partner

finanzielle Unterstützung


Netzwerk-Partner


Circular Innovation Ecosystem Session 2021


Ansätze zur Messung und Bewertung der Kreislaufwirtschaft

Die erste Circular Innovation Ecosystem Session fand am 16. September 2021 in der DISPO in Biel statt. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, sich einen Überblick über aktuelle Ansätze und Trends zur Messung der Kreislaufwirtschaft zu verschaffen und entsprechende Erfahrungen zu diesem Thema auszutauschen.

Um den Übergang zu zirkulären Geschäftsmodellen zu dokumentieren, braucht es geeignete Methoden und Instrumente. In den vergangenen Jahren haben sowohl wissenschaftliche Akteure sowie Akteure aus der Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft  
Ansätze von unterschiedlicher Komplexität entwickelt, um die Kreislaufwirtschaft auf verschiedenen Skalen (z. B. für Produkte, Branchen oder Länder) zu messen und zu bewerten. Da sich die Methoden und Indikatoren teilweise noch in der Entwicklung befinden oder noch wenig angewendet werden, ist es für Unternehmen schwierig, den geeignete Ansatz zu wählen, um ihre Fortschritte auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft zu messen und darüber zu berichten.

Die Veranstaltung hat folgende Fragen beleuchtet:

  • Warum ist es sinnvoll, die Wirkungen der Kreislaufwirtschaft für ein Unternehmen zu messen?
  • Welche Ansaätze gibt es heute und was sind deren Hauptunterschiede?
  • Wie wählt man den relevantesten Ansatz für eine praktische Herausforderung in Zusammenhang mit der Messung der Kreislaufwirtschaft aus?

> Newsbeitrag und take home messages aus der Veranstaltung

Programm

16. September in der DISPO Nidau/Biel

08:30 - 09:00    Empfang, Kaffee und Gipfeli  
09:00 - 09:15 Einführung in die Veranstaltung, Relevanz des Ökosystemansatzes Martina Rapp & Daniel Ziegerer, sanu durabilitas
09:15 - 10:15 Ansätze und Methoden zur Messung und Bewertung der Kreislaufwirtschaft:  
  "Indikatoren der Kreislaufwirtschaft: Überblick und Hauptunterschiede" Michael Saidani, PhD, Centrale Supélec, Université Paris-Saclay
  "«Retained Environmental Value» – ein Ökobilanz-basierter Indikator zur Messung der Zirkularität von Produkten und Materialien" Maja Wiprächtiger, Doktorandin in der Professur für Ökologisches Systemdesign, ETHZ
  "Circular Globe – ein innovatives Modell zur Bewertung des zirkulären Reifegrads von Organisationen" Andri Bodmer, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung, SQS
10:15 - 10:45 Kaffeepause  
10:45 - 11:30 Unternehmensperspektive: Erfahrungen und Herausforderungen aus der Praxis  
  "Kreislaufwirtschaft messen - Die Erkenntnisse von Nespresso" Nicolas Jourdain, Sustainability & Integration Manager, Nestlé Nespresso
  "Auf dem Weg zu circular swiss made? Die Erfahrung der neuen Uhrenmarke ID Genève" Nicolas Freudiger, Mitgründer, ID Genève
11:30 - 12:30 Speed networking   
12:30 - 13:45 Mittagspause
 
13:45 - 14:00 Erläuterung der «challenges» und Ablauf der Ateliers Martina Rapp & Daniel Ziegerer, sanu durabilitas
14:00 - 16:00 Paralleles Arbeiten in den Ateliers 6 - 8 Personen pro Challenge
16:00 - 16:45 Präsentation und Diskussion der Resultate der Ateliers

Plenum

16:45 - 17:00 Abschluss und Ausblick Martina Rapp & Daniel Ziegerer, sanu durabilitas
ab 17:00 Farewell Apéro  

Netzwerkpartner

Finanzielle Unterstützung




Über die Circular Innovation Ecosystem Sessions

sanu durabilitas führt mit Unterstützung von Innosuisse eine Networking Event Series im Themenbereich Kreislaufwirtschaft durch. Kreislaufwirtschaft wird zunehmend als vielversprechenden Ansatz gesehen, um von einem linearen Wirtschaftsmodell (Ressourcen abbauen - Produkt erstellen und nutzen - Entsorgen) zu einer ressourcenschonenderen Variante überzugehen, in welcher der Wert von Produkten so lange wie möglich erhalten bleibt. Der Übergang zur Kreislaufwirtschaft ist jedoch komplex und kann nicht von einzelnen Akteuren alleine bewerkstelligt werden.

Ökosystem-Innovation

Die von sanu durabilitas entwickelte Veranstaltungsreihe trägt zur Schaffung von Ökosystemen bei, die für die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in der Schweiz notwendig sind. Die jährlichen Sessions vernetzen Akteure entlang einer Wertschöpfungskette oder in einem Sektor. Die Teilnehmer erhalten Inputs von Forschern, tauschen sich mit Umsetzungspartnern aus und stossen gemeinsame Lösungen für konkrete Herausforderungen an.

Networking Event Series

Die von Innosuisse unterstützten Networking Event Series bringen innovative Köpfe aus Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Gemeinsam entwickeln sie neue Perspektiven und regen neue Lösungsansätze an. So entstehen neue Interessengemeinschaften rund um ein wichtiges Innovationsthema, die radikale Innovationsideen entwickeln und umsetzen können.



Interessiert Sie dieses Projekt? Kontaktieren Sie Martina Rapp, Projektleiterin Circular Innovation Ecosystems.